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Glaube aus erster Hand (Anmerkungen zu Hiob 42, 1 - 6)

Hiob wird uns in diesem Buch als ein wohlhabender Mensch vorgestellt, dessen Leben auch geistlich gut ausgerichtet ist, denn er wird als gottesfürchtig und gerecht bezeichnet (Hiob 1, 1 – 5). Dann brechen jedoch – quasi wie aus dem Nichts – große Katastrophen in das Leben des Hiob ein: Er verliert seinen Reichtum, seine Kinder (Hiob 1, 6 – 22) und später auch noch seine Gesundheit (Hiob 2, 1 – 10). Von den zwei ersten Katastrophen erhält Hiob Nachricht durch seine Knechte (Hiob 1, 14 – 19). Aus diesem Zusammenhang ist uns der Begriff “Hiobsbotschaft“ bekannt, der in der deutschen Sprache sprichwörtlich geworden ist. Nach diesen Katastrophen erhält Hiob Besuch von seinen drei Freunden Eliphas, Bildad und Zophar (Hiob 2, 11 ff). Mit ihnen diskutiert Hiob die Frage, warum er als gerechter Mensch unschuldig leiden muss. Diese Diskussionen nehmen einen großen Teil des Buches ein (Kapitel 4 – 27). Während die Freunde Hiobs diesem seine Gerechtigkeit absprechen und unbekannte Sünde als Grund für seine Leiden ausmachen, hält Hiob ihnen gegenüber an seiner Gerechtigkeit und Aufrichtigkeit fest. Gegen Ende des Buches tritt eine weitere Person auf: Elihu (Kapitel 32 – 37). Im Gegensatz zu den drei anderen Freunden Hiobs zeigt er auf, dass Gott den Menschen durch das Leiden läutern und näher zu sich ziehen will. Anschließend spricht Gott zu Hiob (Kapitel 38 – 41). Daraufhin tut dieser Buße, weil er erkennt, dass auch er das Handeln Gottes nicht verstanden und sich selbst überschätzt hatte. Doch er kann bekennen, dass er durch den Prozess, den er durchlebt hat, Gott nun nicht nur besser, sondern erstmals persönlich kennengelernt hat (Hiob 42, 5 – 6).
Die Podcastausgabe geht im Zusammenhang mit der Geschichte Hiobs der Frage nach, welchen Sinn Leiden und Bedrängnisse im Leben eines Menschen, auch eines gläubigen Menschen, haben können.

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Der zwielichtige Hintergrund des so genannten Evangeliums der Frau Jesu-Papyrus

m 18. September 2012 sorgte die amerikanische Kirchenhistorikerin Karen L. King, bei einem internationalen Kongress für koptische Studien in Rom für Aufsehen, als sie dort den so genannten “Evangelium der Frau Jesu“-Papyrus der Öffentlichkeit vorstellte. Dieser Papyrusfetzen, dessen Entstehung von Karen L. King in die zweite Hälfte des vierten Jahrhunderts nach Christus datiert wurde, sorgte weltweit für mediales Furore, da der darauf zu lesende koptische Text die Worte “Jesus spricht zu ihnen: Meine Frau … … sie wird für mich Jünger (sic) sein können und …“ enthielt. Karen L. King ging davon aus, dass dieser koptische Text aus dem späten 4. Jahrhundert n. Chr. die Übersetzung eines griechischen Textes aus dem 2. Jahrhundert sei. Über die Herkunft, d.h. den Fundort, und insbesondere über den bisherigen Besitzer des Papyrusstücks machte sie keine Aussagen. Schon kurz nach der Veröffentlichung des Papyrusfragments wurden von einer Vielzahl von unabhängigen Wissenschaftlern weltweit ernste Bedenken gegen die Authentizität des Schriftstücks laut. Einige dieser Wissenschaftler wiesen auf konkrete Anzeichen hin, die nach ihrer Meinung das Papyrusfragment als eindeutige Fälschung entlarvten.
Die Harvard Universität, an der Karen L. King lehrt, stellte eine Veröffentlichung ihrer Arbeit über diesen Papyrus im Harvard Theological Review dann auch zunächst zurück. Grund dafür waren wohl die weltweit vorgebrachten Zweifel an der Echtheit des Fragments. Im Jahr 2014 erfolgte eine Veröffentlichung des überarbeiteten Artikels von Karen L. King zum “Evangelium der ‚Frau‘ Jesu“, sowie neuerer Analysen und Untersuchungen, die die Harvard Universität an dem Papyrusstück durchgeführt hatte. Man datiert das Fragment nun nach einer Radiocarbonuntersuchung in das 8. Jahrhundert n. Chr. – Anschließend wurde es um das “Evangelium der ‚Frau‘ Jesu“ recht ruhig. Diese Podcastfolge fasst die aktuellsten Ereignisse im Zusammenhang mit dem Papyrusfragment zusammen, die sich durch die Recherche des Jounalisten Ariel Sabar und seine Artikel in "The Atlantic" ergeben haben.

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Das passende Wort zur richtigen Zeit - Anmerkungen zu Sprueche 15, 23)

Diese Podcastfolge betrachtet unsere Sprache als Geschenk Gottes und Teil der göttlichen Ebenbildlichkeit. Sie beleuchtet die mit diesem Geschenk einhergehende Verantwortung und geht außerdem der Frage nach, wie Christus in uns zur Quelle wahrhaft auferbauender Worte für unseren Nächsten werden kann.

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Geteiltes Herz kommt vor dem Fall - Anmerkungen zu 1. Koenige 10, 1 - 13

Diese Podcastfolge beleuchtet die historischen Hintergründe des Bescuhs der Königing von Scheba bei Salomo, dem König Israels und betrachtet außerdem die Lehren, die Christen aus dem Verhalten Salomos ziehen können.

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Ermutigungen aus dem Lied des Mose (5. Mose 32, 1 - 14)

Drei Lieder Moses werden uns im Alten Testament überliefert: Das erste Lied findet sich in 2. Mose 15, 1 – 27, das zweite ist das Lied des Mose in 5. Mose 32, 1 ff. und das dritte Lied ist uns in Psalm 90 überliefert worden. Heute betrachten wir die ersten 14 Verse des "Liedes des Mose" in 5. Mose 32, in denen uns besonders die Größe und Liebe Gottes vorgestellt werden und in denen außerdm aufgezeigt wird, wozu schwierige Situationen im Leben des Christen dienen.

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